Biologieunterricht
Der Biologieunterricht am Norbertusgymnasium wird in den Klassenstufen 5 bis 10 in Anlehnung an die Rahmenrichtlinien des Landes Sachsen-Anhalt erteilt. Die Stundentafel gestaltet sich folgendermaßen: Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 7 bis 9 haben ganzjährig zweistündig Unterricht und besuchen in der 6. Klasse halbjährig zwei Stunden pro Woche den Biologieunterricht.
Die dem ganzheitlichen Unterricht am Norbertusgymnasium zugrundeliegenden Schwerpunkte spiegeln sich in der Planung und Gestaltung des Biologieunterrichtes sowie dem schulinternen Curriculum wider. Neben handlungsorientiertem Unterricht, der die Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit der Schülerinnen und Schüler stärkt, finden offene Unterrichtformen ihren Platz. Über die biologischen Inhalte hinaus werden bei gemeinsamen Unternehmungen, wie Tagesexkursionen (z.B. in den Magdeburger Zoo) oder der zweiwöchigen Projektfahrt in Klassenstufe 9 (Jugendwaldheim), nicht nur soziale Kompetenzen eingeübt, sondern auch Respekt vor und Umgang mit Umwelt, Natur und Schöpfung bewusst herausgefordert. Für besonders interessierte Schülerinnen und Schüler besteht mit der Teilnahme an Wettbewerben, wie der Internationalen Biologieolympiade die Möglichkeit ihr Wissen anzuwenden und zu vertiefen. Auch angebotene Arbeitsgemeinschaften, wie beispielsweise der Schulsanitätsdienst bieten den Schülerinnen und Schülern in anderem Rahmen die Möglichkeit ihre im Biologieunterricht erworbenen Kenntnisse zu vertiefen. |
Mädchen-Jungen-Projekt (Klasse 6)
Die beiden „mfm-Projekte“ („Mädchen-Frauen-meine Tage“ und „Männer-für-Männer“) werden in den 6. Klassen an einem Schulvormittag durchgeführt und gehen weit über den regulären Sexualkundeunterricht in Biologie hinaus. Unter dem Motto „Nur was ich schätze, kann ich schützen“ werden den Mädchen und Jungen in diesen bundesweiten Projekten die Veränderungen während der Pubertät auf spielerische alters- und geschlechtsspezifische Art und Weise so nahe gebracht, dass sie einen emotionalen und positiven Bezug zu ihrem Körper entwickeln können. Das Mädchenprojekt „dem Geheimcode meines Körpers auf der Spur“ wurde 2002 mit dem Bayerischen Gesundheitsförderungs- und Präventionspreis ausgezeichnet. Dort steht das Zyklusgeschehen im Mittelpunkt, welches als „Zyklusshow“ mit Spielen und Musik dargestellt wird. Im Jungenprojekt „Agenten auf dem Weg“ erleben die Jungen in einem von ihnen gespielten Agentenspiel das Zeugungs- und Befruchtungsgeschehen und werden mit dem Zyklusgeschehen der Frau bekannt gemacht.
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Projekttag zum Thema Rauchen
Bereits zum zweiten Mal fand am Ende des vergangenen Schuljahres eine Informationsveranstaltung der Universitätsklinik Magdeburg für die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 6 und 7 zur Thematik des Rauchens statt. Im Rahmen des Biologieunterrichtes werden Süchte und Drogen in der Klassenstufe 7 thematisiert, so dass diese Veranstaltung eine gute Anbindung an den Fachunterricht erhält.
An zwei Freitagen nacheinander fuhren die Schülerinnen und Schüler mit der Straßenbahn zur Universitätsklinik, wo sie im Institut für Pathologie freundlich in Empfang genommen wurden. Der Hörsaal für Anatomie, der durch seine steilen Bänke und die eindrucksvolle Akustik die Schülerinnen und Schüler sofort in seinen Bann zog, wurde für ca. zwei Stunden zum „Klassenraum“. Vortragende aus verschiedenen Fachrichtungen informierten über unterschiedliche Themenbereiche das Rauchen betreffend.
Nach der Begrüßung durch Herrn Prof. Dr. G. Gademann, der über „Tatsachen zur Rauchersucht“ aufklärte, kamen die Schülerinnen und Schüler mit Frau Dr. C. Strecker von der Uni-Frauenklinik ins Gespräch, die zum Thema „Schwangerschaft und Rauchen“ referierte und in beeindruckender Weise über die Auswirkungen von nur einer Zigarette auf einen Fötus berichtete. Die zehnminütige Pause wurde von allen genutzt, um sich Präparate aus der Pathologie zu betrachten. Durch ein präpariertes Raucherbein und eine von Nikotin und Teer geschädigte Lunge wurden die Ausführungen der vortragenden Ärzte eindrucksvoll unterstrichen.
Im Anschluss ging es wieder ins Innere des Körpers, wobei Frau Dr. A. Friedl nun auf die Gefahren des Rauchens für die Blutgefäße und das Herz hinwies. Wie bei allen Themen stellten die Schülerinnen und Schüler auch hier viele spannende Fragen, die geduldig und ausführlich von den Ärztinnen und Ärzten beantwortet wurden. Den bleibendsten Eindruck hat aber wohl der letzte Vortrag hinterlassen, der unter dem Leitsatz „Schnaufen durchs Röhrchen - zuerst der Glimmstängel, dann die Trachealkanüle“ von Frau Dr. C. Ondruschka, von der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde gehalten wurde. Neben Bildern von Personen, die nach einer Operation ohne Kehlkopf leben müssen, demonstrierte Frau Dr. Ondruschka die Funktionsweise einer elektronischen Sprechhilfe, die im Anschluss von den Schülerinnen und Schülern eifrig ausprobiert wurde.
Ein herzlicher Dank gilt dem Team der Universitätsklinik, dem das Wohlergehen und die Gesundheit der Kinder sehr am Herzen liegen. Sie haben sich Zeit genommen und auf einfühlsame, aber eindrückliche Weise auf die Gefahren hingewiesen, die das Rauchen mit sich bringt und sich in der Hoffnung verabschiedet, nie eine Schülerin oder einen Schüler als Patienten wieder zu sehen. |