Chemie

Mitglieder der Fachschaft Chemie
  • Frau Behrendt
  • Frau Benkenstein
  • Herr Grimmer (FS-Leitung)
  • Frau Grimmer
  • Frau Liebig-Pfau
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Alkohol im Unterricht……

Ein Bericht von Svenja Jankun (10D)

Frau Benkenstein: „ Zur nächsten Stunde bringt ihr bitte Rotwein mit…“
Rotwein?? Alkohol in der Schule?? Was kommt denn da in der nächsten Chemiestunde auf uns zu?? Wir waren gespannt…Endlich war es so weit, die lang ersehnte Chemiestunde war herangebrochen. Mit folgender Überraschung: Wir destillieren Rotwein! Die Freunde über ein solches Schülerexperiment war riesig groß. Aber was ist eigentlich Destillation?
Die Destillation (lat. destillare „herabtröpfeln“) ist ein thermisches Trennverfahren um ein flüssiges Gemisch verschiedener, ineinander löslicher Stoffe zu trennen. Die Voraussetzung für die Anwendung des Verfahrens sind unterschiedliche Siedepunkte der zu trennenden Stoffe.

Destillation
Destillation

Als erstes haben wir die Apparatur für die Destillation aufgebaut. Nachdem wir diese Hürde überwunden hatten, erwärmten wir den Rotwein auf ca. 80-85°C. Der Dampf, der sich dabei bildete, stieg nach oben in ein Röhrchen. Unsere Wasserkühlung (im Gegenstromprinzip) brachte den Dampf zum kondensieren und die neue kondensierte Substanz (farblos, höherer Alkoholgehalt) tröpfelte dann gemächlich in den Auffangbecher. Es roch köstlich...Danach haben wir den destillierten Rotwein auf ein Urglas getröpfelt und diesen angezündet. Bei einigen waren die Wasseranteile des Kondensats zu hoch, aber bei dem Einen oder Anderen entfachte sich eine blaue Flamme…
Chemie kann manchmal doch richtig Spaß machen!

Schnaps brennen ist einfach...
So geht's!


Svenja Jankun, 10D

Ausflug der Klasse 10D zum Klärwerk nach Gerwisch

Besuch im Klärwerk GerwischSchon lange vorher im Chemie-Unterricht geplant, jetzt endlich umgesetzt, stand unser Ausflug zum Klärwerk nach Gerwisch an. Bei wirklich unglaublich schlechtem Regenwetter traf sich ein Teil der Klasse am Neustädter Bahnhof, um in den Genuss zu kommen gemeinsam mit unserer hoch geschätzten Chemielehrerin Frau Benkenstein die kurze Reise nach Gerwisch antreten zu dürfen. Der andere kleinere Teil der Klasse, der die umliegenden Dörfer von Magdeburg bewohnt, nahm uns am Bahnhof Gerwisch, ebenso durchnässt, in Empfang. Das Wetter meinte es einfach nicht gut mit uns an diesem Tag. So wurde auch der Fußmarsch vom Bahnhof zum Klärwerk zu einem feucht- aber dennoch fröhlichen Unterfangen. Endlich angekommen, bat uns Herr Cwertetschka in einen Seminarraum, wo dann auch gleich der erste lehrreiche Teil des Tages folgen sollte. Er zeigte uns einen Film über den Abriss des alten Klärwerkes und den anschließenden Neubau. Außerdem enthielt der Film viele wichtige Informationen bezüglich der Wasseraufbereitung, konkret am Beispiel von Gerwisch. Anschließend ging es dann mit Regenschirmen und Wetterjacken bestückt hinaus auf das wirklich riesige und beeindruckende Gelände des Klärwerkes. Denn es besticht nicht nur durch seine überwältigenden technischen Anlagen, sondern auch durch sehr sauber gepflegte Grünflächen und einen kleinen Teich. Herr Cwertetschka erläuterte uns den Weg des Abwassers von dessen Ankunft, die anschließende mechanische Reinigung, bis hin zur abschließenden biologischen Reinigung. Danach folgte ein weiteres Highlight dieses Tages, nämlich eine Besteigung der beiden Faulbehälter, welche ja schon von weitem hervorragen und zu einem Identifikationsobjekt von Gerwisch geworden sind. Leider versperrte uns der Nebel einen weiter reichenden Blick auf Zielitz und den Dom von Magdeburg. Doch trotzdem beeindruckte uns die Höhe der beiden Faulbehälter schon enorm, zumal man durch eine Glasluke den Faulprozess des Schlammes begutachten konnte. Um all diese beeindruckenden Erlebnisse in guter Erinnerung behalten zu können, versammelten wir uns alle noch einmal zu einem gemeinsamen Gruppenfoto.

An dieser Stelle gilt unser Dank Herrn Cwertetschka, der uns all diese spannenden Einblicke in das Klärwerk Gerwisch ermöglichte. Der Heimweg war wie auch schon der Hinweg und der gesamte Tag überhaupt…nass. Da ein Zug in Gerwisch ausfiel, mussten wir bis zum Biederitzer Bahnhof laufen, was dank ortskundiger Mitschüler, wegfindungstechnisch überhaupt kein Problem war. Dann noch eine entspannte Rückfahrt mit dem Zug und schon war dieser Tag leider wieder vorbei. Und irgendwie ist es immer besser, wenn man das theoretisch Gelernte aus der Schule noch einmal „live in Aktion sieht“. So behalten wir dieses spannende Thema Wasseraufbereitung in einer noch besseren Erinnerung- Abspeicherung im Langzeitgedächtnis.

  1. LageplanAbwasserzulauf
  2. Rechengebäude
  3. belüfteter Sand- und Schwimmstofffang
  4. Kurzvorklärung
  5. zweistraßige 3-er Kaskadenanlage
  6. Nachklärung
  7. Hochwasserpumpwerk und Brauchwasseraufbereitung
  8. Primärschlammeindicker
  9. Maschinenhaus 2 mit BHKW und Sekundärschlammeindickung
  10. Mischschlammspeicher
  11. Faulbehälter
  12. Faulschlammspeicher
  13. Maschinelle Schlammentwässerung
  14. Trüb- und Zentratwasserspeicher
  15. Klärgasspeicher
  16. Abluftbehandlung
  17. Maschinenhaus 1 mit Gebläsestation und Fällmittelanlage
  18. Rücklaufschlammpumpwerk
  19. Betriebsgebäude mit Prozessleitwarte, Labor und Sozialräumen
  20. Fäkalschlammannahme
Chemkids, Chemie für die jüngsten Forscher

ChemkidsIn fast allen Unterrichtsfächern gibt es Wettbewerbe für Schülerinnen und Schüler. Je nach den persönlichen Neigungen können sich die Schülerinnen und Schüler daran beteiligen.
Auch in der Chemie gibt es verschiedene Wettbewerbe, die für verschiedene Altersgruppen geeignet sind.
Für die unteren Jahrgänge gibt es die CHEMKIDS  Aufgaben. Dieser Experimentalwettstreit ist als Hausaufgabe zu bewerkstelligen. Dabei werden Probleme des Alltags untersucht. Zum Beispiel:

Gip(t)s denn so was?
Als Rundi mit seinem Gipsfuß zu Hause bleiben musste, verwandelte er die Küche kurzerhand in ein „Gips“-Labor.
Es ist schon interessant, was man alles über diesen Stoff und seine Verwendungsmöglichkeiten herausfinden kann. Rundi fragt sich außerdem: Kann man nicht einen leichteren Gipsverband herstellen?
Chemkids
Du benötigst: eine Tüte Gips aus dem Baumarkt, feste Zitronensäure (z. B. als Backzutat oder als Haushaltschemikalie im Supermarkt), Natron, Brennspiritus, eine Mullbinde, etwas Blumen- oder Basteldraht, ein Teelicht, Alufolie, leere Joghurt- oder Einwegtrinkbecher aus Kunststoff, Streichholzschachteln, 2 wasserlösliche Filzstifte, Thermometer.

ChemkidsDer Wettbewerb liegt für Sachsen-Anhalt in den Händen von dem Chemielehrer und Fachschaftsvorsitzenden für Chemie unserer Schule Herrn Grimmer. Herr Grimmer ist für die Erstellung und Auswertung der Aufgaben verantwortlich. Des weiteren arbeitet er mit den anderen teilnehmenden Bundesländern zusammen und organisiert die Auszeichnungen samt Auszeichnungsveranstaltung.
Die Schüler erhalten je nach Leistungen kleinere Erinnerungen oder werden zu der Auszeichnungsveranstaltung nach Merseburg oder Leuna eingeladen. Dort erwartet sie neben der Feierstunde mit führenden Persönlichkeiten des Landes Sachsen-Anhalts und der Chemischen Industrie weitere Auszeichnungen. Diese können Buch und Sachpreise oder auch Einladungen zu verschiedenen Chemiepraktikas sein.

Der Höhepunkt der Auszeichnungsveranstaltung ist in jedem Jahr ein Experimentalvortrag namhafter Chemiewissenschaftler.

Mit einem sehr schmackhaften Imbiss endet dann die Veranstaltung.
Es lohnt also, sich die Aufgaben zu besorgen und auch pünktlich die Lösungen abzugeben.

ChemkidsFür die älteren Schülerinnen und Schüler gibt es den Wettbewerb CHEMIE; DIE STIMMT. Oberstufenschülerinnen und -schüler nehmen an den internationalen Chemieolympiaden teil.
2011 wurde unsere Schule hier sehr erfolgreich von Stefan Müllerke vertreten.

 

D. Benkenstein